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Fledermausschutz und Hilfe

Eine Fledermaus am Haus macht Mücken den Garaus

Je nach Art frisst eine Fledermaus mehrere hundert bis mehrere tausend Insekten pro Nacht, davon auch viele Mücken. Das macht sie zu wichtigen Schädlingsbekämpfern, die Mücken, Motten und andere Insektenpopulationen kontrollieren. In Bayern gibt es 25 Fledermausarten. Leider ist auch das Nahrungsangebot der Fledermäuse durch das Insektensterben drastisch weniger geworden. Viele Gebäude wurden auch gedämmt und Hohlräume verschlossen, so dass den Tieren viele Unterschlupfmöglichkeiten verloren gegangen sind. 


Mitmachen

Mit einfachen Mitteln kann man im eigenen Garten viel für diese besonderen nachtaktiven Tiere tun. Fledermäuse mögen Gärten in denen jede Menge Lebensraum für Insekten vorhanden sind. Auch lieben sie Nachtfalter, die besonders von nachts blühenden Pflanzen angezogen werden. Ein Vorteil für uns ist, dass diese auch häufig nachts wunderbar duften (wie die Nachtviole oder die Nachtkerze). 

Ganz essentiell ist der Verzicht auf Pestizide und Insektenschutzmittel.


Informationen rund um den Bau von Fledermausklästen, die fledermausfreundliche Gestaltung des Gartens (vor allem der Anbau von Pflanzen, welche nachtaktive Insekten anziehen) und Schutz von Fledermausquartieren findet man hier, ebenso wie eine Übersicht über die heimischen Arten

https://www.fledermausschutz.de/fledermausschutz/


weitere Pflanzenlisten und Informationen finden sich hier

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/aktiv-fuer-fledermaeuse/11241.html 

https://www.fledermaus-bayern.de/im-garten.html


Informationen zu insektenfreundlicher Haus- und Gartenbeleuchtung


Aufhängen der Fledermauskästen:
Direkte Sonnenbestrahlung der Kästen sollte wegen einer Überhitzungsgefahr vermieden werden. Am besten mehrer Kästen zueinander (mit Abstand) aufhängen, vorzugsweise im Schatten bis Halbschatten. Die Kästen sollten nicht zur Wetterseite hin ausgerichtet werden. Die Kästen sollten an stärkeren Bäumen in mindesten 3m bis 3,5m Höhe aufgehängt werden und zwar so, dass der Einflug nach unten hin frei bleibt, damit die Fledermäuse ungehindert abfliegen können. Zum Aufhängen der Kästen Aluminiumnägel verwenden da Stahlnägel rosten. Es kann mehrere Jahre dauern bis die Kästen angenommen werden.

Übersicht der heimischen Arten: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/arten/index.html

Laut Artenschutzkartierung kommen in Buch folgende Fledermäuse vor (Dank an die Mitarbeiter von SeGa Garten- und Landschaftsbau GmbH für die Übersicht)

- Großes Mausohr (Myotis myotis)
- Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus)
- Fransenfledermaus (Myotis nattereri)
- Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus)
- Braunes Langohr (Plecotus auritus)
- Zweifarbfledermaus (Vespertilio murinus)

vermutlich auch Zwergfledermaus ( Pipistrellus pipistrellus ) und der Große Abendsegler (Nyctalus noctula)



(Quelle Foto: Martin Schachtl)

 
 
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